Lyrikmail #2345 Wagner

eine übernächtigte straße

und das unbefragte
orakel von labranda
(wir pflückten uns
heikle waben aus den pinien)
ich zeigte dir
die ins tal geschobenen ruinen
säulen richteten sich auf
ein karischer tempel
in dem wir uns streiften
von den schultern
bis zu den gleichzeitigen mündern
wie du offen
aus deinem kleid tratst
einen schritt
in unsere ionische trance

Achim Wagner (*1967)

vor einer ankunft

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